CORONAINFORMATIONEN

Wir haben alle aktuellen Informationen zu dem Thema auf dieser Sonderseite für Sie zusammengefasst:


22.03.2020 Ausgangsbeschränkungen ab Montag, den 23.03.2020 zunächst für 14 Tage:

Ergebnis der Beratungen Bund und Länder am 22.03.2020

In Deutschland herrschen ab Montag bundesweit Ausgangsbeschränkungen für zunächst zwei Wochen: 

Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen sind dann verboten. 


Beschlusstext in voller Länge:
I. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
II. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter I. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.
III. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.
IV. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.
V. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.
VI. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
VII. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.
VIII. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.
IX. Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.
Appelle, sich freiwillig zu Hause aufzuhalten wurden missachtet
Es handelt sich allerdings nicht um eine komplette Ausgangssperre. Somit bleiben Aufenthalte an der frischen Luft - etwa Spaziergänge oder Sport - weiterhin erlaubt, allerdings unter der Einschränkung diese Aktivitäten alleine oder mit Menschen aus dem eigenen Haushalt zu tätigen.
Diese Maßnahme ist nötig, um die rasante Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Appelle, sich freiwillig überwiegend zu Hause aufzuhalten, wurden von zahlreichen Bürgern in der vergangenen Woche missachtet. Immer wieder kam es zu "Corona-Parties", bei denen sich Gruppen aus verschiedenen Haushalten vermischten. 


18.03.2020 Coronabekämpfungsverordnung

Mit heutigem Tag sind wichtige Regelungen in Kraft getreten, die wir gerne für Sie kurz zusammenfassen möchte. Die Verordnung ist 8 Seiten stark. Hier die Zusammenfassung, vor allem für die Dinge, die unseren Ort betreffen:

#1 Schließung aller Einkaufseinrichtungen mit Ausnahmen von Lebensmittelgeschäften, Wochenmärkten, Abhol-und Lieferdiensten, Getränkemärkten, Apotheken, Sanitätshäuser, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Zeitungsverkauf, Bau-, Garten- und Tierbedarfsmärkte, Blumenläden.
Schließung der Spielplätze

# 2 Regelungen Gaststätten Öffnung von maximal 6.00 bis 18.00 Uhr, 2 Meter Abstand zwischen den Tischen, maximal 50 Personen (zur Info: unser ital. Restaurant hat geschlossen)

#3 Beherbergung von Gästen (auch homesharing, Ferienwohnungsvermietung etc.) für touristische Zwecke ist verboten. Touristen sollen bis 19.3. MV verlassen.

#4 Reisen aus privatem Anlass. Keine Einreise von Gästen (z.B. Familie) nach MV. Die Einreise ist verboten und nur bei Reisen, wo die Person zwingend anwesend sein muss (z.B. Beerdigungsfeiern) ausgenommen. Wer beruflich in MV arbeitet darf nach wie vor einreisen (beruflicher Anlass, explizit ausgenommen)

#5 Zusammenkünfte z.B. in Gemeinschaftsräumen, Vereinen, Sporteinrichtungen, Freizeiteinrichtungen, sowie Gottesdienste sind verboten. Unaufschiebbare Zusammenkünfte wie z.B. Eheschließungen und Beisetzungen sind bis max. 20 Personen erlaubt.


Der Verordnungstext in Gänze kann hier abgerufen werden.

Bleiben Sie gesund !


Sämtliche Verkaufsstellen des Einzelhandels werden ab dem 18.03.2020, 06:00 Uhr geschlossen. Nicht betroffen sind:

  • Einzelhandel für Lebensmittel,
  • Wochenmärkte,
  • Abhol- und Lieferdienste,
  • Getränkemärkte,
  • Apotheken,
  • Sanitätshäuser,
  • Drogerien,
  • Tankstellen,
  • Banken und Sparkassen,
  • Poststellen,
  • Frisöre,
  • Reinigungen,
  • Waschsalons,
  • Zeitungsverkauf,
  • Bau- und Gartenbaubedarfsmärkte,
  • Tierbedarfsmärkte sowie
  • der Großhandel.

Die Regelungen der Bäderverkaufsordnung werden ausgesetzt. Landesweit wird aus dringendem öffentlichen Interesse das Sonntag-Verkaufsverbot aufgehoben.

Eine Öffnung dieser genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen.

Der Landkreis teilte am 17.3.2020 auch mit, dass Spielplätze zu schließen sind. Diese Maßnahme des Landes wird in der Gemeinde ebenfalls umgesetzt.

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16.03.2020 : Gemeinde stellt ehrenamtliche Einkaufshelfer für Betroffene aus Risikogruppen zur Verfügung:

Ich freue mich sehr, dass wir ehrenamtliche Helfer gefunden haben, die hier unterstützen:Die Gemeinde stellt ab sofort die Möglichkeit zur Verfügung, dass Menschen, die zu Risikogruppen gehören, bei ihren Einkäufen unterstützt werden und nicht mehr die Einkaufseinkaufseinrichtungen selber aufsuchen müssen. Betroffene können unter der eingerichteten Rufnummer: 038823 / 53 98 - 17 (Gemeinde Selmsdorf) über Frau Scheibner ihren Namen, Anschrift und Kontaktdaten hinterlassen.

--> Die Gemeinde organisiert dann über Ehrenamtliche einen Einkaufshelfer. Sobald der Einkaufshelfer feststeht, erhalten die Anrufer eine Rückmeldung der Person, die den Einkauf für sie erledigt und eine ungefähre Uhrzeit.

--> Der ehrenamtliche Helfer weist sich aus und nimmt den Einkaufszettel und Bargeld entgegen, führt den Einkauf durch und bringt den Einkauf und das Rückgeld zu dem "Besteller".


Marcus Kreft

Bürgermeister

+++ Die häufigsten Fragen zur Schließung der Kindergärten und Schulen beantwortet die Landesregierung in diesem Dokument +++ Bei Neuerungen und zur Lage in der Gemeinde informieren wir Sie kurzfristig hier auf unserer Seite +++

Schulschließungen in MV: Wichtige Unterlagen für Eltern und Lehrkräfte

Selbsterklärung für Notfallbetreuung und Checkliste veröffentlicht

Nr.040-20 | 15.03.2020 | BM | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern haben heute eine Checkliste zu den Schulschließungen und den weiteren Maßnahmen erhalten. Für Eltern steht eine Selbsterklärung zur Verfügung, in der sie erklären müssen, dass sie zur Personengruppe gehören, für die eine Notfallbetreuung zu gewährleisten ist. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat den Schulen diese Informationen per E-Mail übermittelt. Lehrerinnen, Lehrer und Eltern finden diese Dokumente auch online auf den Internetseiten des Bildungsministeriums.

Für dringende Fragen ist die HOTLINE im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in den nächsten Tagen weiterhin geschaltet:

HOTLINE: 0385 588 7174

Hier gelangen Sie zu weiteren Informationen, direkt auf die Seite der Landesregierung

Landkreis schließt Schulen und Kitas

Landkreis Nordwestmecklenburg ordnet Schließungen von Schulen, Einrichtungen der Kindertagesförderung und der Kindertagespflege an

14.03.2020

Auf Basis einer Allgemeinverfügung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern ordnet der
Landkreis
mit Wirkung ab Montag, 16. März 2020, die Schließung aller Schulen, Berufsschulen,
Kindertageseinrichtungen, Horte und Kindertagespflegestellen
im Kreisgebiet an.

Dies betrifft alle privaten und öffentlichen Einrichtungen dieser Art.

Um den Übergang zur Umsetzung dieser Allgemeinverfügung in der Praxis zu erleichtern, kann
von ihrer vollständigen Umsetzung am 16. März 2020 abgesehen werden.
Der Montag wird als Übergangstag fungieren: Eltern sollten prüfen, ob Sie eine andere
Betreuungsmöglichkeit finden. Um Eltern dafür Zeit zu geben, wird laut Landesbildungsministerin
Bettina Martin am Montag "kein Kind an den Betreuungseinrichtungen abgewiesen." Dies sollte aber nur in Notfällen genutzt werden.

Kinderbetreuung für besondere Berufsgruppen:
Es wird ein Notfall-Betreuungsangebot für Kinder von Beschäftigten aus folgenden
Berufsgruppen sowie in begründeten Ausnahmefällen in den jeweiligen Einrichtungen geben
geben:

  • Feuerwehr (einschließlich freiwillige Feuerwehren)
  • Polizei
  • Strafvollzugdienst
  • Rettungsdienst
  • medizinische Einrichtungen, inklusive Apotheken
  • ambulante und stationäre Pflegedienste
  • stationäre Betreuungseinrichtungen (z.B. für Hilfen zur Erziehung)
  • Kommunale und Landesbehörden, Einrichtungen und kommunale und im
    Ausnahmefall auch private Unternehmen,
    soweit notwendig pflichtige Aufgaben und Aufgaben der Daseinsvorsorge (z.B.
    Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, ÖPNV, Energieversorgung,
    Telekommunikation, Lebensmitteleinzelhandel) zwingend wahrzunehmen sind.
    Die Notfallbetreuung gilt für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege sowie für
    Schulkinder der Jahrgangstufen 1 bis 6, deren Eltern oben genannten Berufsgruppen angehören
    und nur bei dringendem Bedarf. Können andere Möglichkeiten der Betreuung gefunden werden,
    sind diese vorrangig zu nutzen.

Die Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit komplexen Behinderungen und
gesundheitlichen Beeinträchtigungen soll unabhängig vom Alter und der Beschäftigungssituation
der Eltern weiter sichergestellt werden.
Der Landkreis bittet auch Bürgerinnen und Bürger, die in diesen Berufen arbeiten, sorgfältig zu
prüfen, ob sie das Notfallangebot in Anspruch nehmen müssen, oder anderweitige
Betreuungsmöglichkeiten genutzt werden können.
Auf keinen Fall sollten Kinder jedoch zu älteren Menschen, wie zum Beispiel den Großeltern,
gebracht werden. Ältere Menschen sind bei einer Ansteckung einem erhöhten Risiko eines
schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt.

Sämtliche verfügten Schließungen gelten zunächst bis zum 20. April .

Bedienstete des Landes und der Schulträger sowie aller weiteren Träger haben sich am Montag
regulär in ihren Einrichtungen einzufinden, damit die Notfallbetreuung durch die Leitung
umgesetzt werden kann.

Die Leitung muss sicherstellen, dass die Einrichtung zu ihren bisher gültigen Zeiten erreichbar ist.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es aktuell 33 Infektionsfälle (Stand 13.03., 13 Uhr). Nach den
bisherigen Erkenntnissen erkranken Kinder nicht schwer an COVID-19. Sie können aber, ebenso
wie Erwachsene, ohne Symptome zu zeigen, Überträger des Coronavirus SARS-CoV-2 sein.
Durch den vorherrschenden Übertragungsweg von SARS-CoV-2 der Tröpfcheninfektion kann es
zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kommen. Die Übertragungsgefahr ist bei Kindern
besonders hoch, weil insbesondere kindliches Spiel in den Schulen, Kindertageseinrichtungen und
bei Kindertagespflegepersonen regelmäßig mit einem spontanen und engen körperlichen Kontakt
der Kinder untereinander einhergeht. Die Einhaltung der allgemein empfohlenen
Hygieneetiketten ist - abhängig von dem Alter und dem Entwicklungsstand der Kinder - nicht
immer umzusetzen. In Schulen und bei der Kindertagesförderung kann es unter ungünstigen
Bedingungen zu einer Übertragung auf viele Personen kommen.
Die Ermittlung der Ansteckungswege kann in der gebotenen Zeit nicht mehr sicher und
vollumfänglich gewährleistet werden.

Die angeordneten Maßnahmen sind weitreichend, dienen aber der Prävention und dem Schutz
der Bevölkerung, um die Ausbreitung des Virus weitgehend einzudämmen.

Landrätin Kerstin Weiss zu der Verfügung:
"Wir sind uns bewusst, dass so umfangreiche Schließungen einen schweren Eingriff in das
öffentliche Leben darstellen. Aber die Landesregierung, die Landräte und die Oberbürgermeister
sind gemeinsam in einer Sondersitzung zu dem Schluss gekommen, dass es notwendig ist.
Nach dem Inkrafttreten der Landesverfügung wird meine Verwaltung weiter mit Hochdruck
daran arbeiten, Lösungen für alle Problemlagen zu finden, die durch diese Einschränkungen
entstehen."

An die Unternehmer und Arbeitgeber richtet Landrätin Kerstin Weiss folgende Bitte:
"Ein normaler Geschäftsbetrieb wird in vielen Branchen für die Zeit der Pandemie-Bekämpfung
nur schwer möglich sein. Ich bin mir sicher, dass die Unternehmen im Landkreis ruhig und mit
Umsicht, aber doch sehr verantwortungsbewusst die anstehenden Probleme lösen werden.
Es gibt bereits angekündigte Hilfen vom Land oder Lockerungen zum Thema Kurzarbeitergeld;
weitere Unterstützung ist von Bundes- und Landesebene angekündigt. Niemand sollte durch die
Bekämpfung einer Pandemie, die uns alle betrifft, seine Arbeit verlieren oder in eine
wirtschaftliche Notlage geraten."

Sobald die amtliche Verfügung des Landes vorliegt , werden wir diese auf www.nordwestmecklenburg.de unter Bekanntmachungen veröffentlichen.